Mikroben als Weltkatastrophe. Das Mittelalter, die Große Pest und der Mord an den Juden 1348-1352

5. Mar 2020 | ab 19.00 Uhr

Der Schwarze Tod gehört zu den größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte. Erst in der Neuzeit konnte die Pestepdemie des 14. Jahrhunderts als bakterielle Infektion erklärt und mit Antibiotika behandelt werden. Die mittelalterlichen Menschen vermochten die grausamen Epidemien, die in kurzer Zeit große Teile der Bevölkerung dahinrafften, nicht richtig zu deuten und bewährte Grenzen wurden rasch und in furchtbarer Weise überschritten. Dabei gewann der Mord an den Juden besondere Bedeutung.  

Bernd Schneidmüller, Professor an der Universität Heidelberg, präsentiert in seinem Vortrag den Verlauf und die Folgen der Pestepidemie des 14. Jahrhunderts im Licht neuer Forschungen. Der Vortrag findet im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung statt, die Schneidmüller als wissenschaftlicher Experte begleitete.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenfrei.