Nachhaltige Experimente

Mitmach-Tipps für Zuhause

Teil 5: Müll-Upcycling

 Plastikmüll ist weltweit ein großes Problem. Jedes Jahr werden 300 Millionen Tonnen Kunststoff hergestellt. Würde man all den Kunststoff auf Tieflader packen, würde die LKW-Kette dreimal um die Erde reichen. Leider landen Gegenstände aus Kunststoff, die nicht mehr gebraucht werden, oft in der Natur. Nicht nur in den Weltmeeren richtet der Plastikmüll große Schäden an, auch in der Landschaft hat er nichts zu suchen. Kunststoff ist sehr haltbar. Er verrottet nicht wie zum Beispiel Holz, sondern wird mit der Zeit in immer kleinere Teilchen zerrieben. So dauert es 450 Jahre, bis sich eine PET-Flasche im Boden ganz aufgelöst hat. Kunststoffteilchen werden von Tieren gefressen und landen zum Teil irgendwann auch in unserem Magen. Das ist weder für Tiere noch für uns gesund. Für die Umwelt ist es gut, wenn viel weniger Dinge aus Kunststoff hergestellt werden. Mal ehrlich, brauchen wir wirklich Plastiktrinkhalme, Plastikgabeln und PET-Flaschen? Eine gute Idee ist es auch, wo immer möglich, Plastik-Müll aus der Landschaft einzusammeln und im nächsten Mülleimer oder in einer gelben Wertstofftonne richtig zu entsorgen. Aber aus manchem Plastik-Müll kann man auch neue Dinge machen. Wie wäre es mit einem Kräutergarten in PET-Flaschen? 
 

Du brauchst:
* Leere 1,5l PET-Flaschen
* Pflanzerde für Kräuter
* Kräuterpflanzen oder Samen von Kresse, Basilikum, Kapuzinerkresse, Schnittlauch
* Eine Schere
* Einen Erwachsenen mit einer Kerze und einem Schraubenzieher
* Kordel oder feste Schnur
* Haken zum Aufhängen

So geht’s:
* Du legst die Flasche vor dich und schneidest mit der Schere oben ein Rechteck aus der Flasche aus.
* Dann bohrst du oben und unten jeweils zwei Löcher. Die Löcher sollten ungefähr gegenüber liegen.
Das geht am besten mit einem heißen Schraubenzieher. Die Löcher sind für die Aufhängung.
* Ein weiteres Loch dient dem Wasserablauf.
* Durch die Löcher fädelst du jeweils eine ca. 60 cm lange Schnur. Verknote oben die Enden der Schnur.

* Fülle die Erde in die Flasche. Setze die Kräuter in die Flasche oder verteile die Samen und drücke sie etwas an. 
* Hänge die Flasche draußen an einen hellen Ort. Beachte, dass etwas Gießwasser aus der Flasche auslaufen wird. 
* Jetzt musst du nur noch täglich die Erde anfeuchten. Bald kannst du deine Kräuter ernten.
* Aus PET-Flaschen kannst du auch Blumenvasen oder Blumenampeln machen https://www.genialetricks.de/pet-flaschen-tricks/
 

Teil 4: Fun Food selbst herstellen

Viele deutsche Regionen sind für ihre großflächige landwirtschaftliche Nutzung bekannt. Das heißt, dass es hier guten und nährstoffreichen Boden gibt und der will natürlich genutzt werden: Es gibt viele Flächen, auf denen Getreide, Gemüse und Obst angebaut werden. In Hofläden und Wochenmärkten werden diese Nahrungsmittel aus der Region verkauft. Manche Supermärkte haben eine spezielle Ecke für regionale Lebensmittel eingerichtet. Auch in vielen Hausgärten wachsen im Sommer leckere Gurken, Tomaten, Radieschen und Kräuter. Es gibt also viele Möglichkeiten, sich mit frischen Lebensmitteln aus der Region zu versorgen.Schön angerichtet, macht es noch mehr Spaß gesundes Obst und Gemüse zu essen.

Du brauchst:
Ein halbes Bund Schnittlauch

  •     1 kleine Gurke
  •     4-5 Radieschen
  •     1 Kirschtomate
  •     1 Schneidebrettchen
  •     1 Gemüsemesser

So geht’s:
Die Gurken und Radieschen waschen, dann in dünne Scheiben schneiden
Den Schnittlauch waschen und trocken schütteln
Abwechselnd Gurken- und Radieschen Scheiben als „Schuppen“ in eine Fischform legen
Den Schnittlauch kürzen und aus ihm „Flosse“ und „Rückenflosse“ legen
Für das „Auge“ und den „Mund“ die Tomate zerschneiden und auf die Schuppen legen

Auch aus Obst lassen sich besondere Gerichte zaubern: Ein Schaf aus Weintrauben und einer Banane.

Man braucht:

  •    Ein Schneidebrett
  •     Ein Messer
  •     Einen Teller
  •     Eine Banane
  •     15 helle und 4 dunkle Weintrauben

So geht’s:

  •     Die Banane schälen und in Scheiben schneiden
  •     Den Teller nehmen und die Bananenscheiben in einem Kreis aufeinander legen
  •     Alle Weintrauben abwaschen
  •     Die dunklen Weintrauben in Hälften schneiden und sie in die Mitte der Bananenscheiben legen
  •     2 Weintraubenhälften an die unteren Bananenscheiben legen – nun sind Kopf, Ohren und Beine vom Schaf gebastelt
  •     2 kleine Kreise aus der Banane schneiden und sie auf die Weintrauben legen
  •     2 kleine Stückchen aus einer dunklen Weintraube herausschneiden und sie auf die beiden Bananenstücke legen
  •     Die hellen Weintrauben in der Mitte durch schneiden und sie unter den Körper des Schafes legen

 

 


Teil 3: Bodentiere beobachten und bestimmen

Spannende Einblicke in die faszinierende Welt der Insekten gewinnen: darum geht es im Mitmach-Tipp „ Bodentiere beobachten und bestimmen“ des Jungen Museums. Die kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren, wie sie ausgerüstet mit Becherlupe und Notizblock die kleinen Krabbler finden und erforschen können. 
Monatlich lädt das Junge Museum auf seiner Website Mitmachvorschläge hoch. Hier gibt es für die leichtere Bestimmung der Tiere auch einen Bestimmungsschlüssel zum Download. „Am besten lassen sich Insekten an einem sonnigen, warmen und windstillen Tag beobachten“, sagt Cathérine Biasini vom Jungen Museum. „Insekten verstecken sich am liebsten an Bäumen, unter altem Holz, Sträuchern oder Steinen“, so Biasini. „Man sollte nicht mehrere Tiere zusammen in die Becherlupe setzen, denn Räuber fressen andere Arten auf“, ergänzt ihre Kollegin Almut Neef. „Wichtig ist auch, Tiere wieder genau an dem Ort auszusetzen, an dem man sie gefunden hat“, so Neef. 
 

Schau mal genau hin: Im Garten, auf einer Wiese oder im Wald, überall summt, brummt und krabbelt jemand. Mit etwas Ruhe und einer Lupe kannst du spannende Einblicke in die faszinierende Welt der Insekten gewinnen. Die kleinen Krabbler und Brummer sind sehr wichtig für unsere Umwelt und das Gleichgewicht aller Ökosysteme. 

Du brauchst:

  • Eine Lupe
  • Einen Stift und einen Block für Notizen
  • Becherlupen
  • Bestimmungsblatt für Insekten von der 3. Seite des pdf 
  •  Karton in DIN A4, Klarsichtfolie, Klebstoff für Papier
  • Einige Dosen oder Joghurtbecher um das Suchgebiet zu markieren

     

So geht’s:
Am besten lassen sich Insekten an einem sonnigen, warmen und windstillen Tag beobachten. Vielleicht gewinnst du auch einige Freundinnen und Freunde, die mitmachen. Und dann begibst du dich auf Insektensafari: Suche einen passenden Ort, wo du viele Insekten vermutest. Markiere einen Umkreis von etwa 10 Metern mit Dosen oder etwas Ähnlichem. Schau an Bäumen, unter altem Holz, Sträuchern oder Steinen nach. Wenn du Tiere zum Beobachten in deine Becherlupe setzt, sei sehr vorsichtig und achte darauf, dass du sie nicht verletzt. Setze nicht mehrere Tiere zusammen in die Becherlupe, denn Räuber fressen andere Arten auf. Setze Tiere wieder genau an dem Ort aus, an dem du sie gefunden hast. Notiere dann deine Beobachtungen und welche Tiere du entdeckt hast. Zur Bestimmung der Tiere nimmst du das angefügte Blatt.
Das Bestimmungsblatt für Bodentiere vorbereiten­:
Drucke das angefügte Bestimmungsblatt aus. Nimm einen festen Karton in der Größe des Blattes, klebe den Bestimmungsschlüssel auf. Wenn du es handlicher möchtest: Du kannst das Blatt auch in der Mitte druchschneiden und die beiden Blätter auf die Vorder- und Rückseite eines Kartons in DINA 5-Größe kleben. Stecke alles in eine Klarsichtfolie.

Wenn du die Tiere noch genauer bestimmen möchtest kannst du dir auch einen Naturführer (zum Beispiel aus einer Bibliothek) besorgen oder Fotos machen und später im Internet nachschauen.
 


Teil 2: Ein Mini-Treibhaus für Kresse oder andere Pflanzen

Wäre es nicht großartig, wenn du deine eigenen Kräuter oder Erdbeeren ernten könntest? Ein Plätzchen für die Pflanzen lässt sich immer finden: Ein kleines Beet im Garten, einige Pflanzgefäße auf der Terrasse oder auf der Fensterbank. Um Erfolg mit der Pflanzenpflege zu haben braucht es ein wenig Erfahrung und die kommt, indem du einfachloslegst. In einem Gartentagebuch kannst du deine Erfolge festhalten.

Du brauchst:

  • Ein großes Glas, z.B. von eingelegten Gurken oder ein Einweckglas. Es sollte etwa 10 bis 15 cm hoch sein und eine breite Öffnung haben.
  • Eine Schale oder einen kleinen Blumentopf, etwas breiter als das Glas
  • Blumenerde für die Schale
  • Eine Sprühflasche mit Wasser
  • Eine Tüte mit Kressesamen (Bohnenkerne oder Weizensamen kannst du auch nehmen)

So geht’s:

  • Du füllst die Erde in den Blumentopf oder in die Schale.
  • Verteile einige der Samen gleichmäßig in der Schale und drücke sie sanft in die Erde.
  • Dann besprühst du die Erde mit dem Wasser, so dass die Oberfläche gut angefeuchtet aber nicht zu nass ist.
  • Setze das Glas mit der Öffnung nach unten über die Samen und drücke es etwas an.
  • Das Treibhaus stellst du an einen hellen und warmen Ort, zum Beispiel auf eine Fensterbank. Achte darauf, dass das Treibhaus nicht direkt in der Sonne steht, sonst könnten die kleinen Pflänzchen verbrennen.
  • Jetzt  musst du nur noch täglich die Erde mit der Sprühflasche anfeuchten. Nach einigen Tagen keimen die kleinen Pflänzchen.

Teil 1: Bodenwerkstatt – Gärtnern und ein Gartentagebuch anlegen

Du brauchst:
* Pflanzensamen oder Pflanzensetzlinge (Tipps welche sich gut eignen weiter unten)
* Pflanzgefäße mit Erde oder ein kleines Beet in einem Garten
* Eine kleine Schippe, eine kleine Harke und eventuell Arbeitshandschuhe
* Joghurtbecher und einen wasserfesten Stift für Pflanzschildchen
* Für das Gartentagebuch ein Heft mit leeren Seiten
* Buntstifte, Schere und Klebstoff
* Einen Erwachsenen, der dir bei Fragen hilft
* Geduld
So geht’s:
Überlege zunächst mit einem Erwachsenen, wie viel Platz für deine Pflanzen zur Verfügung steht und was du pflanzen möchtest.

Pflanzen vermehren sich durch Samen, in denen wichtige Nährstoffe eingelagert sind. Damit ist die Ernährung des jungen Pflänzchens gesichert, bis die Pflanze selbst Nahrung herstellen und beschaffen kann. Es ist spannend zu beobachten, wie aus den Samen kleine Pflanzen sprießen und wachsen. Mit einem Treibhaus schaffst du für deine Pflanzen eine ideale Umgebung. Die ausgewachsene Kresse schmeckt gut auf Quarkbrot oder im Salat.

Als Gemüse und Obst eignen sich in Töpfen oder im Garten Kresse, Schnittlauch, Basilikum, Radieschen, Cocktailtomaten, Möhren, Salat, Kürbis oder Erdbeeren.
Kapuzinerkresse sieht schön aus und hat essbare Blüten.
Aus Sonnenblumen-Kernen kannst du im Winter Vogelfutter machen.
In einem Pflanzsack kannst du Kartoffeln anbauen.

Auf Samentüten steht, ob die Pflanzen lieber in der Sonne oder im Halbschatten wachsen, wie groß sie werden und wie oft sie gegossen werden müssen. Informationen, was die Pflanzen zum Wachsen brauchen findest du auch im Internet oder du frägst deine Eltern oder Großeltern.

Dann geht’s los: du suchst für deinen Pflanze einen geeigneten Ort und lockerst zunächst die Erde. Dann sähst die Samen aus oder setzt die kleinen Pflänzchen.
Schneide Joghurtbecher in Streifen, schreibe den Namen der Pflanzen mit einem wasserfesten Stift darauf und stecke die Streifen bei den Samen oder Setzlingen in die Erde, damit du deine Pflanzen stets wiederfindest.

Dann brauchst du Geduld, denn damit die Pflanzen groß werden, musst du sie regelmäßig gießen und vielleicht auch Unkraut jäten.

Während du deine Pflanzen regelmäßig pflegst und beobachtest, kannst du ein Gartentagebuch anlegen. Notiere das Datum, an dem du die Pflanzen aussähst und welche Pflanzen zu anbaust. Du kannst die leeren Samentütchen einkleben oder Bilder der Pflanzen.
Dann notierst du oder malst du deine Beobachtungen: Wie viele cm wachsen die Pflanzen in einer Woche? Wie ist das Wetter? Wann öffnen sich die ersten Blüten? Welche Insekten besuchen deine Pflanzen? Haben sie von deinen Pflanzen gefressen? Wann kannst du die ersten Früchte oder den ersten Salat ernten? Wie schmeckt es und vielleicht möchtest du auch ein Rezept notieren? Konntest du auch Samen von Pflanzen sammeln?
Du kannst die Pflanzen malen, Fotos von ihnen machen oder Blüten und Blätter trocknen und diese einkleben.
Halte so alle deine Beobachtungen fest und notiere stets das Datum dazu. Im Herbst kannst du überlegen, was du im nächsten Jahr wieder anpflanzen möchtest.